Privileged Access Security neu gedacht: Warum privilegierte Zugriffe heute anders geschützt werden müssen
In den letzten Jahren hat sich die digitale Angriffslandschaft dramatisch verändert. Angreifer nutzen zunehmend gestohlene Anmeldeinformationen und kompromittierte Konten, um sich lateral im Netzwerk voranzuarbeiten und kritische Systeme zu übernehmen. Besonders im Fokus stehen dabei privilegierte Identitäten — Konten mit erhöhten Berechtigungen, die weitreichenden Zugriff auf Infrastruktur, Daten und Verwaltungstools bieten. Traditionelle Privileged Access Management-(PAM-)Lösungen stossen in diesem Kontext zunehmend an ihre Grenzen. Das neue Konzept der Privileged Access Security (PAS) geht über klassische Ansätze hinaus und bietet einen moderneren, ganzheitlichen Schutz der privilegierten Zugänge.
Was macht privilegierte Zugriffe so kritisch?
Privilegierte Zugriffe ermöglichen weitreichende Aktionen — von der Verwaltung von Domain Controllern bis zur Änderung kritischer Systemeinstellungen. Gerade deshalb sind sie ein bevorzugtes Ziel für Angreifer: Kommt ein Angreifer hier hinein, lässt sich oft das gesamte Netzwerk kompromittieren.
Doch viele PAM-Projekte scheitern oder liefern keine vollständige Abdeckung. Gründe dafür sind unter anderem:
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Schwierige Erkennung aller privilegierten Konten
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Komplexe, langwierige Implementierungen
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Fehlende Durchsetzung in Echtzeit
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Schwer kontrollierbare „Standing Privileges“, die dauerhaft Berechtigungen behalten
Silverfort Privileged Access Security: Ein moderner Ansatz
Silverfort erweitert das Konzept privilegierter Zugriffssicherheit mit einer Lösung, die über das hinausgeht, was klassische PAM-Tools leisten. Die grundlegenden Ziele von Privileged Access Security sind:
1. Automatische Erkennung und Klassifizierung aller privilegierten Identitäten
PAS entdeckt kontinuierlich alle privilegierten Konten — nicht nur jene, die bereits bekannt oder inventarisiert sind. Dazu gehören menschliche Administratoren, Service Accounts und andere Identitäten mit erweiterten Berechtigungen. Die Klassifizierung erfolgt basierend auf tatsächlicher Zugriffsnutzung und Berechtigungslevel.
2. Durchsetzung von Least Privilege- und Just-In-Time-Zugriffsrichtlinien
Die Lösung ermöglicht die Anwendung von Least Privilege-Prinzipien und Just-In-Time (JIT)-Zugriffen: Privilegierte Rechte werden nur dann gewährt, wenn sie wirklich benötigt werden, und nur für den Zeitraum, der erforderlich ist. Das reduziert die Angriffsfläche erheblich und schließt dauerhafte, unnötige Berechtigungen aus.
3. Inline-Kontrollen in Echtzeit
Im Gegensatz zu herkömmlichen PAM-Lösungen, die oft auf Proxies oder Vaults angewiesen sind, arbeitet Silverfort PAS „inline“ — also direkt im Authentifizierungsprozess. Dadurch können Zugriffe in Echtzeit validiert und blockiert werden, bevor ein Angreifer Schaden anrichten kann.
4. Vollständige Abdeckung über hybride Umgebungen
PAS schützt privilegierte Zugriffe über On-Premise-, Cloud- und hybride Infrastrukturen hinweg — ohne lange Rollouts oder aufwendige Integrationen. Unternehmen können die Lösung schnell einführen und bereits innerhalb weniger Tage einen umfassenden Schutz erreichen.
Warum Privileged Access Security traditionellen PAM ergänzt oder ersetzt
Traditionelle PAM-Lösungen bleiben wichtig, doch sie decken häufig nur einen Teilbereich ab und sind ressourcen- sowie zeitintensiv in der Einführung. Dagegen bietet PAS:
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Breitere Sichtbarkeit privilegierter Identitäten
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Automatisches Mapping aller privilegierten Konten
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Echtzeit-Durchsetzung von Sicherheitsrichtlinien
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Schnellere Einführung mit geringeren Betriebskosten
Dadurch schließt PAS die Lücken, die bei vielen PAM-Implementierungen entstehen — insbesondere dort, wo Konten oder Prozesse bislang nicht erkannt oder geschützt werden.
Geschäftlicher Impact: Mehr Sicherheit bei weniger Aufwand
Die Absicherung privilegierter Zugänge mit PAS bringt handfeste Vorteile:
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Reduzierung des Risikos von Kompromittierungen – durch die Eliminierung dauerhafter Privilegien und durch JIT-Kontrollen
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Erfüllung von Compliance-Anforderungen – durch vollständige Abdeckung und Audit-Bereitschaft
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Einsatzbereitschaft in kurzer Zeit – PAS kann oft innerhalb von Tagen produktiv sein, nicht Monaten
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Schutz über alle Ebenen – menschliche Benutzer, Service Accounts und weitere Identitätstypen werden erkannt und geschützt
Fazit: Privileged Access Security als zentrale Identity-Security-Strategie
Die Sicherung privilegierter Zugänge ist ein Kernelement jeder modernen Identity-Security-Strategie. Während traditionelle PAM-Ansätze ihre Berechtigung haben, zeigt sich immer deutlicher, dass sie allein nicht ausreichen, um die heutige Komplexität von Identitäten und Zugriffsmodellen umfassend zu schützen. Privileged Access Security bietet eine zeitgemäße, skalierbare und real-zeitfähige Lösung, um privilegierte Zugriffe überall und vollständig abzusichern — ohne die üblichen Hindernisse klassischer PAM-Rollouts.
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